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Rotierende Fingerringe

5 February 2010 View Comments

Man bekommt nicht so oft Schmuck zur Gesicht, der zusätzlich zu seinem Aussehen noch irgendeine wie auch immer geartete Funktionalität mit sich bringt. Gerade deswegen aber sticht das von Glen Liberman entworfene Schmuckstück nur um so mehr aus der Masse heraus – der entwarf nämlich einen Fingerring mit sechs eingearbeiteten Zahnrädern, die sich komplementär zu den Rändern des Ringes drehen können. Sowohl der obere als auch der untere Rand sind frei beweglich und laden somit zum ausgiebigen Herumspielen ein.

Lieberman reiste jahrelang durch die Welt, um das perfekte Material für seinen Entwurf zu finden. Er beendete seine Reise schließlich im tiefsten Hinterland der japanischen Insel Hokkaidô, wo er während einer Durchreise Bekanntschaft mit einer Familie von Schwertfegern schloss. Das Erz für ihre Klingen bezog das von Generation zu Generation weitergereichte Familienunternehmen aus der geheimen Erzmine eines heiligen Berges. Dieses Erz wurde von den Frauen der Familie in mühseliger Feinarbeit aus dem Berg gekratzt und anschließend in einem langwierigen, von Shintô-Gesängen begleiteten Ritual gereinigt, bevor es von den Männern der Familie in teils monatelanger, aufwändiger Schmiedearbeit zu dem Stahl veredelt wurde, aus dem die Schwertfeger ihre edlen Klingen herstellten.

Für jeden einzelnen Ring wird ein passendes Stück Stahl ausgesucht, das anschließend in schwerfälliger Kleinstarbeit erst zu einer Platte ausgehämmert und dann zu einem Ring gebogen wird. Auf eine ähnliche Weise werden die Verzahnungsringe ausgearbeitet und ausgefeilt, bis schließlich zuletzt die handgearbeiteten Zahnräder eingesetzt werden und das kleine Kunstwerk vollenden.

Ist natürlich alles Blödsinn. Tatsächlich bestehen die Ringe aus maschinell gefrästem chirurgischen Edelstahl und eignen sich somit auch für Hypoallergiker. Die Story fiel mir spontan ein, als mir der stolze Preis von immerhin 165 $ (ca 120 €) ins Gesicht sprang. In Bewegung sieht das Schmuckstück übrigens so aus:

In den 165 $ sind immerhin die Versandkosten (weltweit) bereits inbegriffen. Auf jedem Ring liegt zudem eine lebenslange Garantie – sollte ein Ring jemals kaputt gehen, kann man ihn einschicken und bekommt umgehend ein Ersatzexemplar zurückgeschickt; so die Website. Der Ring ist in den US-Ringgrößen 9, 10, 11 und 12 erhältlich, welche Größe man hat, kann man mit einem Formular auf der Homepage nachmessen.

[ Kinekt Gear Ring ]
[ via Make und BoingBoing ]

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