Eine kleine Vorschau auf die Hyperrealität von übermorgen
In den letzten Jahren konnten wir beobachten, wie zunehmend Technologien, die man vorher höchstens aus der Science Fiction Literatur und entsprechenden Filmen kannte, ihren Weg in unser Leben finden. Viele von uns besitzen Mobiltelefone, deren Rechenkapazität die eines Computers von vor 15 Jahren problemlos übersteigt und das Internet und die “normale Welt” überlappen sich in immer mehr Bereichen. Ein Architekturstudent der Bartlett School of Architecture in London hat sich für seine Abschlussarbeit damit auseinandergesetzt, was für Formen diese Überlappungen annehmen könn(t)en.
Und hier kommt der Begriff “Augmented Reality” (auf Deutsch etwa “Erweiterte Realität”) ins Spiel. Ganz allgemein versteht man darunter das Einbringen von orts- und situationsbezogenen Informationen durch technische Gerätschaften. Ein sehr simples Gerät wäre etwa der Kompass, der uns mitteilen kann, wo sich vom jeweiligen Standpunkt aus gesehen die Himmelsrichtung Norden befindet. Demgegenüber kann uns ein GPS-Empfänger nicht nur die Himmelsrichtung zeigen, sondern auch unsere genaue geographische Position. Ein Smartphone wie etwas das iPhone kann darüber hinaus auf der Karte weitere Informationen wie umliegende Gaststätten, Tankstellen, Sehenswürdigkeiten etc. anzeigen.
Wenn man den Begriff “Augmented Reality” etwas enger fasst, sind damit Technologien gemeint, die unmittelbar und direkt auf die Umgebung reagieren und sie mit Informationen anreichern. In vielen Filmen (u.a. Terminator und Robocop) sieht man beispielsweise im Sichtfeld der Charaktere eingeblendete Fadenkreuze, markierte Umrisse von Personen und Gegenständen und ähnliches. Derartige Technologien sind jetzt gerade erst am Kommen – und der oben erwähnte Architekturstudent Keiichi Matsuda hat sich überlegt, wie eine Alltagssituation unter Verwendung derartiger Technologien aussehen könnte.
Die Ergebnisse sind in einem sehr schön gestalteten Kurzfilm zu sehen:
Augmented (hyper)Reality: Domestic Robocop from Keiichi Matsuda on Vimeo.
Interessant? Gruselig? Überladen? Was man davon hält, wird wohl jeder für sich selbst entscheiden müssen. Mir persönlich gefällt insbesondere der Gedanke, seine Umgebung mit “Apps” wie beispielsweise dem Timer für den Wasserkocher anzureichern.
[ via Basic Thinking Blog ]








hmm.. auch wenn ich den “werberegler” ziemlich übertrieben finde, ist es doch ein interessantes konzept … wobei weniger aufdringlich und mehr nützlich wird es sicherlich werden