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Geocaching umgekehrt

28 October 2009 View Comments

Die steigende Verfügbarkeit von bezahlbaren GPS-Geräten brachte in den letzten Jahren viele neue Anwendungen mit sich. Eine dieser Anwendungen ist das eher freizeitorientierte Geocaching, das mit einer GPS-gestützten Schnitzeljagd verglichen werden kann. Beim Geocaching geht es darum, “Schätze” zu heben, die an bestimmten Positionen versteckt sind. Die Schatzsuche wird üblicherweise über ein Onlineportal koordiniert und vom Schatz, der hier als “Geocache” bezeichnet wird, sind lediglich GPS-Daten über die ungefähre Position bekannt. Die Suche führt einen häufig in Naturparks, Wälder und an schönen Wanderrouten entlang und das Naturerlebnis dieser Suche stellt für viele Geocacher den Hauptreiz an diesem Hobby dar. Im Geocache selbst befinden sich in aller Regel ein Logbuch und manchmal verschiedene Gegenstände. Üblicherweise hinterläßt man im Logbuch einen Eintrag mit Namen, Datum und Uhrzeit und vielleicht ein paar persönliche Worte. In manchen größeren Geocaches kann man auch Gegenstände im austauschen.

Der Bastler Mikal Hart drehte dieses Konzept um und konstruierte für einen alten Freund als Hochzeitsgeschenk eine Rätselkiste mit einem integrierten GPS-Rätsel. Die Kiste lässt sich dank des verbauten GPS-Empfängers und der damit verbundenen Elektronik nur an einem bestimmten Ort öffnen.

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Rätselkiste, die nur an einem bestimmten Ort geöffnet werden kann.

Auf der Oberseite der Kiste sind neben einem leuchtend unterlegten Knopf der GPS-Empfänger und ein Display verbaut. Drückt man den Knopf, überprüft die Elektronik, ob sich die Kiste innerhalb eines 2000 Meter-Radius vom bestimmten Ziel befindet – und wenn das nicht der Fall sein sollte, zeigt das Display den Abstand zu diesem Ort in Kilometern an.

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Um das Öffnen der Kiste zusätzlich zu einer Herausforderung zu machen, hat man insgesamt nur 50 Öffnungsversuche für die Kiste. Für den Bekannten, der das Geschenk in Empfang nehmen durfte, bedeutete dies, dass er den Öffnungsversuch, sollte er denn erfolgreich sein, umsichtig planen und durchführen musste. Durch das Notieren der gemessenen Entfernungen kann man anschließend mit Triangulation das Gebiet ermitteln, in dem man die Truhe öffnen kann. Das geht in diesem Beispiel am einfachsten, indem man auf einer Karte um den momentanen Standort mit einem Zirkel einen Kreis zieht, dessen Radius (maßstabsgetreu) der Entfernung auf dem Display entspricht. Wenn man das an mehreren verschiedenen Punkten macht, kann man so gezielt das gesuchte Gebiet eingrenzen.

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Ermitteln des Öffnungsorters per Triangulation.

Die Kiste öffnet sich übrigens auf der Île-de-Bréhat, einer liebenswerten kleinen Insel an der Nordküste der Bretagne, die über eine Fähre erreicht werden kann.

Das Projekt hat in den Tagen seit seiner Veröffentlichung insbesondere im englischsprachigen Raum gewaltige Wellen geschlagen. Neben dem Make Blog, wo ich die Story aufgegriffen habe, berichteten auch Engadget, HackaDay und Gizmodo darüber, es wurde zahllose Male auf Facebook und Twitter erwähnt, kursierte in dutzenden Hochzeitsblogs und -foren und fand seinen Weg mittlerweile sogar in die Los Angeles Times, das Wired Magazin, die Seattle Times und die New York Post.

Die Beschreibung des Projektes ist detailliert genug, dass jeder mit hinreichend Grundkenntnissen in Mechatronik diese Rätselkiste nachbauen kann.

[ The Reverse Geocaching Puzzle ]
[ via MAKE ]
[ Geocaching.de ]

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  • B00nfire said:

    Das bleib ich lieber beim Geocaching !
    Und die offizielle Website ist http://www.geocaching.com !!!!

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