Promagos Kuriositätenkabinet
Meine Freundin hat einen Taschentick. Im letzten Urlaub gingen drei Taschen mit, zum Glück kamen nur 5 wieder zurück (Koffer und Handgepäck ausgeschlossen). Aber nur, weil ich sie mehrere Male per Handschellen an mir festgekettet habe, sonst gäbe es in ganz Teneriffa keinen Laden mehr, der über Taschen verfügt.
Technikaffine Leute (damit sind Sie gemeint, werter Leser) mit einer ähnlichen Vorliebe (und Geld im Beutel) werden sich über die “Power Purse” von Doktorant Jo Hynek freuen. Für gerade einmal 300 US-Dollar bekommt man das schmucke Stück. Gut sieht es ja aus, aber warum der hohe Preis? Nicht etwa auf Grund des Designs: Denn Power Purse besteht zu einem großen Teil aus Solarzellen. Im Inneren einer in Benutzung befindlichen Tasche findet man deswegen auch neben Makeup, Zigaretten und ähnlichem Frauenkrimskrams Ladeanschlüsse für alle möglichen Endgeräte. Das reicht vom klassischen Handy-Lader bis hin zum USB-Anschluss, um beispielsweise den iPod auch auf Achse jederzeit mit neuem Saft versorgen zu können.

Welche technikaffine Frau kann hier Nein sagen?
Passend zum schönen Wetter ist diese Erfindung natürlich noch nicht alles. Mit der Sonne kann man schließlich noch so einiges mehr anstellen (und da lache man noch über die Grünen und ihre Visionen von erneuerbarer Energie…). Die solarbetriebene Bierkühlung hatten wir ja schon, ein Zelt, dass sich in 2 Sekunden selber aufbaut, auch… fehlt nur noch das Zelt mit Solarantrieb! Praktisch: Tagsüber wird die Kraft der Sonne gespeichert, um diese Abends in Form von Licht aus LED-Lämpchen wieder abzugeben. Damit muss man sich nie wieder mit der Taschenlampe beim Lesespaß abmühen. Kostenpunkt: 150 – 200 Dollar. Wer das Gadget haben will, der sollte jedoch beachten, dass es nur in Australien Kanada zu haben ist. Wie wäre es eigentlich mit einer solarbetriebenen Heizung für die kalten Tage?
So gehört sich das: Papi darf draußen in der Photoshop-Welt sitzen, während Mami dem Nachwuchs vorliest
Ebenfalls sehr praktisch sind u.a. der solarbetriebene Regenmesser für die Sprinkleranlage (nie wieder “Schatz, die Nachbarn haben uns gebeten, den Rasen zu gießen, gehst du mal bitte?”), der MP3-Player zum drahlosen Aufladen, sowie unser absolutes Lieblingsgadget derzeit: Der Hut mit eingebautem Ventilator, betrieben von Solarenergie. Das ist doch mal eine Erfindung, für die es sich lohnt, beim Patentamt ein paar Stunden anzustehen!

Indiana Jones schwört drauf







Einen Hut mit eingebautem Ventilator findet man aber in jedem zweiten Souvenir&Mülldeponieshop auf Mallorca und Kreta.
Mag sein, aber die laufen oft auf Batterie und haben keine Sollarzellen aufm Deckel oben drauf