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Neues zum txtr

18 October 2009 View Comments

Ende August hatten wir über den txtr, ein vielversprechender eBook-Reader aus Produktion eines Berliner Startups, berichtet. Die Informationen, die uns damals zur Verfügung standen, waren allerdings etwas vage und da das Design des Readers damals noch nicht produktionsfertig war, waren alle Angaben mit einem gesunden Maß an Vorsicht zu genießen.

txtr

Das Gerät wurde nun auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt. Neben den bisher bekannten Informationen (Abmessung & Gewicht des Gerätes, technische Ausstattung etc.) ist dabei auch neues bekannt gegeben worden:

  • Der Akku reicht bei einer Lesezeit von 4 Stunden pro Tag drei Wochen lang, heißt: 84 Stunden im Dauerbetrieb. Leider steht nicht dabei, was für eine Lesegeschwindigkeit dieser Berechnung zu Grunde liegt. Wer schneller liest, blättert häufiger um, wird also wohl auch häufiger aufladen müssen.
  • Wer per EDGE auf eigene Dokumente zugreifen und “Webseiteninhalte synchronisieren” (surfen?) möchte, darf dafür im Jahresvertrag 12 € und im 3-Monatsvertrag 15 € pro Monat hinlegen.
  • Mit dem integrierten 2,4 Ghz Funkmodul ist theoretisch eine Datenübertragung zwischen zwei txtr-Geräten möglich. Zum Verkaufsstart wird das allerdings noch nicht durch die Firmware des Gerätes unterstützt sein.
  • Der eBook-Store ist bereits online und enthält gegenwärtig ca 10.000 Bücher. Das Sortiment soll bis zum Verkaufsstart am 15. Dezember auf 20.000 Bücher erweitert worden sein und auch danach beständig ergänzt werden.
  • Vielleicht am interessantesten: Für kommendes Jahr ist ein Reader mit Touchscreen-Eingabe und einer Bildfläche von 9,7 Zoll geplant.

Insbesondere der letzte Punkt scheint mir der Reizvollste: Alle Geräte der ersten eReader-Generationen tragen für mich ein wenig den Makel eines überteuerten Spielzeuges. Die Displays sind in aller Regel zu klein, das Umblättern bzw. Aktualisieren des Seiteninhaltes dauert zu lange und die Geräte haben zu wenig Funktionen, als dass sich die Anschaffung für etwas Anderes als freizeitliches Entspannungslesen lohnen würde. Reader wie der Kindle, bei denen die Übertragung eigener Inhalte komplizierter als das Kopieren von Dateien auf einen USB-Stick und teils sogar kostenpflichtig ist, fallen für mich darüber hinaus ohnehin aus dem Raster.

Ein Satz sticht zudem aus der Pressemitteilung besonders heraus:

Im Gegensatz zur Konkurrenz wird sowohl der txtr Reader als auch die Plattform in Form eines SDKs mit dokumentierten APIs für Entwickler offen stehen.

Offene Schnittstellen sind zumindest für techologieaffine Nutzer seit jeher ein Argument für den Kauf eines Gerätes gewesen. Ich bin gespannt, ob sich um den txtr tatsächlich eine Community an aktiven Entwicklern bilden wird und ob diese die Funktionalität des Reader tatsächlich erweitern können werden.

Das Gerät wird 319 € kosten und kann ab dem 1. Dezember bestellt werden. Ausgeliefert wird es dann ab dem 15. Dezember.

[ txtr Portal ]
[ txtr Reader ]
[ txtr Pressemitteilung vom 14. Oktober ]
[ via heise mobil ]

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