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Kreative Bücheraufbewahrung

8 October 2009 5 Comments

Eine große, gut sortierte Privatbibliothek galt nicht nur in der britischen High Society des späten 18. Jahrhunderts als ein hoch angesehenes Statussymbol. Im Gegensatz zu früheren Zeiten sind Bücher heute jedoch weitestgehend erschwinglich geworden und dank der vielen Antiquariate, Buchflohmärkte und Ausverkäufe der städtischen Büchereien ist der Traum von der eigenen kleinen Bibliothek auch für Geringverdiener nicht mehr unerreichbar.

billyrega
Billy Regal Jubiläumsausgabe. Nicht online bestellbar,
kann aber in den Ikea Märkten erworben werden.

Bleibt die Frage von der Unterbringung der bedruckten Holzpampe. Ich behaupte jetzt mal ins Blaue hinein, dass ein überwiegender Mehrteil der Bücher in deutschen Wohnungen in Billy-Regalen von IKEA untergebracht sind – dieses “Billy” Regaldesign wurde kürzlich übrigens 30 Jahre alt. Kleiner Tipp: Anläßlich dieses Geburtstags gibt es bei Ikea noch bis zum 17. Oktober eine Sonderaktion, bei der man von drei Billy-Regalen derselben Größenordnung nur zwei bezahlen muss.

Nicht jeder gibt sich allerdings mit den minimalistischen Ikea-Regalen zufrieden. Wer über genug Geld und Stellfläche verfügt, könnte sich vielleicht mit diesen etwas anderes anderen Regalen anfreunden:

verschiebregal
Gesehen bei de zeen.

Das oben abgebildete, REK genannte Regalsystem besteht aus fünf ineinander verschobenen Teilen, die nach Wunsch auseinandergeschoben werden können und so bedarfsgerecht Stellflächen für Bücher zur Verfügung stellen. Das Design entstand auf dem Reißbrett des niederländischen Designers Reinier de Jong und kann für läppische 4375 € auf dessen Homepage bestellt werden.

juxtaposed
Juxtaposed: Religion von blankblank.

In diesem handgefertigten Designstück sind die wichtigsten Schriften der größten Religionen dieser Welt, darunter unter anderem die Bibel, die Thora und der Koran, auf gleicher Höhe nebeneinander eingelassen. Die Regale wurden aus wiederverwendeten Holz gefertigt (ich vermute mal aus kaputten alten Möbeln oder Treibgut), zurechtgesägt, abgeschliffen, gefräst und anschließend mit Öl und Wachs behandelt (mehr dazu in diesem Datenblatt, PDF). Von den Regalen wurden leider nur 50 Exemplare gefertigt, die zusammen mit den Büchern verkauft wurden – ich denke aber mal, dass der Schreiner des Vertrauens problemlos in der Lage sein sollte, ein derartiges Regal auf Wunsch zu fertigen.

dna-bookcase
Gesehen bei yankodesign.

Entworfen von Joel Escalona nach der DNS-Spirale und eher weniger geeignet für das Aufstellen an einer Wand. Dieses frei aufstellbare Regal würde sich überall dort gut machen, wo man auch eine große Zimmmerpflanze aufstellen könnte. Der Preis ist auf der Website mit “so teuer, dass du es dir in diesem Leben sowieso nicht leisten kannst” angegeben, also als Bitte, den Designer bei Interesse zu kontaktieren.

Weitere Regaldesign finden sich in der unten verlinkten Auflistung bei WebUrbanist.com.

[ Größtenteils via WebUrbanist ]

  • http://www.kundenkunde.de/ Peter

    Das zweite Regal ist nett – aber irgendwie auch dämlich. Für den geilen Zusammenschiebe-Effekt muss ich erst alles wieder rausräumen… “Hab ich dir eigentlich schon gezeigt… warte mal kurz!” :)

  • http://www.kundenkunde.de/ Peter

    Das zweite Regal ist nett – aber irgendwie auch dämlich. Für den geilen Zusammenschiebe-Effekt muss ich erst alles wieder rausräumen… “Hab ich dir eigentlich schon gezeigt… warte mal kurz!” :)

  • http://www.kundenkunde.de Peter

    Das zweite Regal ist nett – aber irgendwie auch dämlich. Für den geilen Zusammenschiebe-Effekt muss ich erst alles wieder rausräumen… “Hab ich dir eigentlich schon gezeigt… warte mal kurz!” :)

  • Michael Jürges

    Man bekommt beim Anblick von so was ja schon irgendwie Lust, sich selbst ein paar derartige Möbel (nach) zu bauen, nicht?

  • Michael Jürges

    Man bekommt beim Anblick von so was ja schon irgendwie Lust, sich selbst ein paar derartige Möbel (nach) zu bauen, nicht?