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Zeitalter der fliegenden Betten

3 July 2006 View Comments

Folgende Revolution sollte rein wissenschaftlich betrachtet eigentlich nur extremen Masochisten ans Herz gelegt werden, denen die Kopfschmerzen, die aus magnetischer Elektrogerätstrahlung resultieren, nicht Freude genug sind und kontinuierliche Migräneanfälle selbst im Schlaf nicht vergehen sollen. Der niederländische („holländische“ ist geografisch bzw. kartografisch gesehen nicht korrekt) Architekt Janjaap Ruijssenaars (Keine Sorge, wir konnten den Namen beim ersten Lesen auch nicht aussprechen.) hat die letzten sechs Jahre an einem fliegenden Bett gearbeitet, das durch Magnetfelder in der Luft gehalten wird.

Auf einer Ausstellung für finanziell Unabhängige (im Volksmund auch Millionäre genannt) wurde ein Modell des „anziehenden“ Bettchens vorgestellt. Das Bett schwebt in der Luft über einer ganzen Reihe von Magneten, die das Schlafgerüst dank physikalischen Kräften konstant vom Boden fern halten. Das Magnetfeld zwischendrin ist extrem stark, sodass auf dem Bett 900 Kilo deponiert werden können. Damit sich der magnetische Ruhplatz nicht horizontal verschiebt, werden vier dünne Verbindungen an den Ecken angebracht, die das Gerüst über dem Magnetfeld halten.

Floating Bed

Und jetzt dürft ihr mal raten, was euch so ein Bettchen kostet. 20000 Euro? Ein stolzer Preis, aber noch lange kein Vergleich zur wahren Summe. Allein das Modell schlägt mit 115000 Euro zu Buche, während das endgültige Magnetbett kontoerschütternde 1,2 Millionen Euro für sich beansprucht. Jetzt erübrigt sich auch die Frage, warum solch eine Innovation auf einer Millionärs-Messe präsentiert wird. Der gesundheitliche Aspekt ist für die Hersteller anscheinend vollkommen irrelevant – der resultierende Brummschädel wahrscheinlich auch! Letztendlich sind wir soweit gekommen, dass das Motto “Wer schön sein will, muss leiden!” sogar für Designer-Möbel gilt.

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  • PROMAGO.de Gadgets » Blog Archive » Weingläser boosten dein Handy! said:

    [...] Zum Abschluss des tropisch-heißen Sommertages (Baggersee, wir vermissen deine Kühle!) gibt es weder eine Technikneuheit, noch eine verrückte Eigenkreation. Vielmehr erläutern wir euch eine physikalische Weisheit, die allen, die ihr Handy als Wecker benutzen, durchaus nützlich sein kann. Da die Lautsprecher von zahlreichen Mobilfunkgeräten schwächlich und blechern in den Raum hallen, kann es öfters passieren, dass die Weckruffunktion im frühsommerlichen Lärm zwischen Müllabfuhr, grölenden Nachbarn und friedlichem Vogelgezwitscher untergeht und nicht bemerkt wird. [...]

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