Im Test: Der aXbo Schlafphasenwecker
Morgens mit einem angenehmen Ton sanft aufwachen, sich einmal durchstrecken und den Tag wach und fit beginnen. Ich könnte wetten, dass dieser Ablauf für die Meisten von uns höchstens eine Wunschvorstellung darstellt – zumindest ist das bei mir der Fall. Als ich also an einem zerknautschten Montag Morgen mal wieder mit einem Kaffee in der Hand die ersten vorsichtigen Klicks tätigte, sprang mir eine Innovation aus Österreich gerade zu ins Auge:

„aXbo“ – der laut Hersteller „erste Schlafphasenwecker der Welt“.
Schon durch seine elegante Optik konnte mich das schlicht weiße Gerät mit seinem blauen Display begeistert. Es kommt mit einer minimalen Anzahl von Bedienelementen aus: zwei Tasten und ein Multifunktionsrad. Mit einem Preis von stolzen 200 Euro ist es zwar nicht gerade ein Schnäppchen, aber wenn es das Wohlbefinden jeden Morgen tatsächlich steigert, so wird sich diese Investition auf Dauer sicherlich lohnen! Bei diesem Wecker geht es aber eigentlich nicht um den Preis oder das Design – was also ist das Geheimnis vom sanfteren Aufwachen und dem besseren Start in den Tag???
Während des Schlafens zeichnet der aXbo Wecker die von einem Funkarmband gemessenen Körperbewegungen auf und zieht hierdurch Rückschlüsse auf die aktuelle Schlafphase. Im Tiefschlaf, in dem man lieber nicht geweckt werden will, bewegt man sich deutlich weniger als z.B. in einer Leichtschlafphase. Man stellt also eine Weckzeit ein, zu der man spätestens raus muss. Falls der Wecker in den 30 Minuten vor der gewünschten Weckzeit eine geeignete Leichtschlafphase findet, wird man früher geweckt, ansonsten weckt er spätestens zur eingestellten Zeit. So soll es in den meisten Fällen möglich sein durch das Bewegungs-Feedback des Schlafenden einen optimalen Weckzeitpunkt zu erreichen.
Soviel zur Theorie – nun zur Praxis:

Wenn man sich einmal an das Frottee-Armband gewöhnt hat, schläft man eigentlich ganz normal. Auch hat es der Wecker bei mir nie geschafft, die späteste Weckzeit zu erreichen. Er hat vorher stets genügend Bewegungen aufgezeichnet, um mich zu wecken. Eine Schlummer-Funktion oder ähnliches gibt es beim aXbo nicht, schließlich ist der Wecker überzeugt die richtige Zeit zum Aufstehen gefunden zu haben. Einmal auf den Button gedrückt, gibt er also Ruhe bis zum nächsten Morgen, wenn das mal gut geht…
Ob die Weckzeit bei mir immer ideal gewählt war bezweifle ich aber. Da ich immer ziemlich am Anfang der 30 Minuten Beobachtungsphase geweckt wurde, habe ich vielmehr die Vermutung, dass ich mich grundsätzlich in jeder Schlafphase viel bewege oder insgesamt eher unruhig schlafe. Im aXbo lässt sich hier leider keine individuelle Empfindlichkeit einstellen.
Ein interessantes Feature ist, per USB die Bewegungsdaten der letzten Nacht aus dem Wecker auszulesen und sich mit dem kostenfrei downloadbaren Tool anzusehen. Dies bestätigt dann auch meine Vermutung eines unruhigen Schlafs – die Kurven sehen ziemlich wild aus. An dieser Stelle würde ich mir eine Möglichkeit zur besseren Konfiguration und individuelleren Einstellung wünschen.
Die Wecktöne hingegen sind vielseitig einstellbar und alle recht angenehm. Vom Vogelzwitschern und Meeresrauschen bis zum klassischen Piepston. Dank USB können auch weitere Töne auf den Wecker geladen werden. Leider ist das Menü nicht sonderlich intuitiv geraten, sodass man durch Drehen und Drücken doch oft noch Sachen verstellt, anstatt etwas bestimmtes einzustellen.

Eine weitere Funktionen des Weckers ist das sogenannte „Power Napping“ für den kurzen Schlaf zwischendurch. Da ich tagsüber eher arbeite als zu schlafen, ist das für mich eher uninteressant. Eine nette Chillout-Funktion mit Melodien und Geräuschen zum Einschlafen kommt mir da doch eher gelegen. Auch hierbei setzt der Wecker auf sein Feedback und schaltet die Musik erst ab, wenn man seiner Meinung nach auch wirklich eingeschlafen ist.
Fazit
Der Wecker wird mit zwei Armbändern geliefert und kann auch von zwei Personen gleichzeitig genutzt werden. Insgesamt ist die Aufzeichnung der Bewegungen eines Armes meiner Ansicht nach allerdings noch etwas zu wenig aussagekräftig, um wirkliche Rückschlüsse auf eine Schlafphase zu ziehen. Hier sollte zumindest ein Pulsmeter noch in das Armband integriert werden. Alles in allem ein lustiges Spielzeug, aber es hatte bei mir nicht den Erfolg, mit dem sich die satten 200 Euro Anschaffungskosten rechtfertigen ließen.







Auch ich habe den Wecker jetzt getestet und muss mich dem Resultat anschließen – irgendwie ist es nicht wirklich das, was man erwartet hätte – zumindest nicht für diesen Preis.
Lustig ist allerdings, dass man durch Drücken des Armbands mitten in der Nacht den Wecker beleuchten kann, um rauszufinden wieviel Uhr es gerade ist.
Hallo,
ich habe diesen Wecker bereits seit einem dreiviertel Jahr, und ich liebe ihn! Er weckt mich jeden morgen immer wieder aufs neues perfekt.
Ich kann mich nicht beklagen!
Ein anderes interessantes Konzept verfolgt Philips mit deren Spezial-Weckern. Diese versuchen dich über das Gefühl eines Sonnenaufgangs zu wecken. In dem Wecker ist eine Lampe integriert, die eine halbe Stunde vor dem Wecktermin das Licht einschaltet und gaaaaanz langsam immer heller dimmt. Zur Weckzeit solltest dein Körper also bereits “vorgeweckt” sein und dann leicht aufwachen können.
Gibt es bei Amazon, kostet ja nach Modell 80-120 EUR, ist aber laut Kundenbeschreibungen nur mäßig verarbeitet.
Hey…
ich habe den aXbo Schlafphasenwecker im September gekauft und seitdem in Gebrauch. Zwei Wochen bin ich aber – weil ich ihn verborgt habe – ohne aufgestanden… Horror. Nie wieder mit Handy-klingeln aufstehen!
Das Vogelzwitschen (das ich als Wecksound aus den 6 verschiedenen Optionen ausgewählt habe) ist einfach super zum Wach werden. Es ist sanft und “natürlich”, im Gegensatz zum Läuten eines anderen Weckers. Das besser Aufstehen und Munterer sein funktioniert bei mir auch. Ich bin sehr zufrieden! Die Investition lohnt sich also…
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